Die Geschichte des Sportvereins Bubenheim

Am Abend des 28.11.1978 fand in Bubenheim in der Gaststätte „Zum letzten Bauernwirt“ die Gründungsversammlung für den Sportverein Bubenheim e.V. statt.

Einige Herren von Bubenheim (Alfons Thomas, Aloys Geisen, Adrian Blokdijk, Horst Menne, Wilfried Kaulich) hatten vorher die notwendigen Schritte für eine Vereinsgründung vorbereitet. Sinn und Zweck sollte es sein, den Bürgern des Stadtteiles Bubenheim eine sportliche Betätigung zu ermöglichen, Vor allem die männliche Jugend sowie junge Männer zeigten starkes Interesse an einer Ausübung des Fußballsportes. Alle Fäden liefen bei Alfons Thomas zusammen, der sich federführend mit der Vereinsgründung befasste. Darüber hinaus sollte aber auch im Stadtteil eine Möglichkeit geschaffen werden, das „Miteinander“ zu pflegen.

An dieser Versammlung nahmen 68 Personen teil, die sich aus vielen Altersklassen – Jugend, Erwachsene, Senioren – zusammensetzten. Nach der Begrüßung durch den Ortsvorsteher Josef Etringer und durch den Leiter des Sport- und Bäderamtes der Stadt Koblenz, Herrn Amtsrat Marmann, wurde die bereits ausgearbeitete Vereinssatzung sowie die Geschäftsordnung des SV Bubenheim e.V. durch A. Thomas vorgetragen, besprochen und anschließend – mit nur geringfügigen Änderungen – einstimmig (d.h. von 59 Personen, die sich in die Gründungsliste des Vereins eintrugen) angenommen.

Entsprechend der Satzung wurde sodann der Vorstand gewählt:

1. Vorsitzender:          Alfons Thomas

2. Vorsitzender:          Rudolf Hofmann

Schriftführer:              Wilfried Kaulich

Kassierer:                    Aloys Geisen

Jugendleiter:               Horst Menne

Beisitzerin:                 Liane Hünermann

Als monatlicher Beitrag wurde der vom Sportbund Rheinland festgesetzte Mindestbeitrag von DM 3,50 für Erwachsene und DM 2,50 für Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr festgesetzt. Weiterhin konnte ein Familienbeitrag in Höhe von monatlich DM 7,-- entrichtet werden.

Der neue Vorstand wurde beauftragt, alles zu versuchen, um baldmöglichst den Sportbetrieb aufnehmen zu können. Zu diesem Zweck rief schon bald darauf, genauer gesagt am 11.12.1978, ein eigens gegründeter Ausschuss die Bubenheimer Bevölkerung mit einem Schreiben auf, ihr Interesse für bestimmte Sportarten zu bekunden, dem Sportverein beizutreten und beim Aufbau der einzelnen Sportabteilungen aktiv zu helfen.

 

Abteilung Fussball

 

Unter Leitung von Adrian Blokdijk, der bereits aktiv Fußball spielte, entwickelte sich diese Abteilung recht zügig. Ab Mai 1979 waren zwei Jugendmannschaften und eine Herrenmannschaft angemeldet. Später kamen eine dritte Jugendmannschaft und eine Altherrenmannschaft hinzu. Trainiert wurde im Sommer auf dem Bubenheimer Sportplatz (Kleinfeld) und im Winter in der Goethe-Schule in Lützel. Ihre Punktespiele als Gastgeber trugen die in orange/schwarzen Trikots spielenden Mannschaften (Jugend in der Kreisliga C, Männer in der Kreisliga D) auf dem Sportplatz der Sportfreunde Moselland in Lützel aus.

Der offizielle Spielbetrieb begann im September 1979; erster Trainer war Karl Löcher (Männer). Die B-Jugend des SVB hatte ihr erstes Spiel am 09.09.1979 gegen Weißenthurm.

Durch einige anfängliche Überraschungserfolge konnte die Männermannschaft bereits in ihrem ersten Spieljahr einen guten Mittelfeldplatz in der Kreisliga D erzielen. In den sich anschließenden Spielzeiten wurden in der Kreisliga D Staffel II und später in der Staffel I immer Tabellenplätze im oberen Drittel errungen. Leider blieb der ganz große Wurf, die Kreismeisterschaft und der damit verbundene Aufstieg, der Mannschaft versagt. Andere Aktivitäten, wie die Teilnahme an Kreispokalrunden, Freundschaftsspielen oder Teilnahme an Turnieren in näherer und weiterer Umgebung, letztendlich Mitgestaltung von Freizeit-und gesellschaftlichen Veranstaltungen in Bubenheim, wurden rege ausgeübt. Im Mai 1988 kam dann leider das Aus für die Fußballabteilung, die Mannschaft wurde zum Spielbetrieb nicht mehr angemeldet. Zuletzt waren noch ganze drei Spieler aus Bubenheim in der Mannschaft aktiv; die Kosten der Abteilung schnellten unverhältnismäßig in die Höhe. Dieses Schicksal ereilte die Jugendmannschaften bereits etwas früher.

 

Abteilung Allgemeiner Sport

 

Noch während der eingangs aufgeführten Gründungsversammlung wurde als Sofortmaßnahme beschlossen, samstags vormittags auf dem Trimmpfad im Koblenzer Stadtwald zu laufen.

Erste offizielle Veranstaltung des Vereins wurde ein Silvesterlauf „Rund um Bubenheim“, an dem ca. 40 Läuferinnen und Läufer teilnahmen. Durch zahlreiche weitere Aktivitäten stieg die Mitgliederzahl im Verein rasch auf 175; heute liegt sie bei ca. 320 Mitgliedern.

Da der Ort selbst über keine Sporthalle verfügte, musste in die Turnhalle der Grundschule Rübenach ausgewichen werden. Am 06.03.1979 war es soweit, nachmittags wurden unter Leitung von Frau Liane Hünermann die ersten Turnstunden für Kinder abgehalten. Im Autokorso ging es ab Raiffeisenbank Bubenheim in Richtung Rübenach.

Weitere Abteilungen kamen im Laufe der Zeit hinzu. Das erste Sportfest des Vereins fand am 01.07.1979 auf dem Bubenheimer Sportplatz statt.

Währenddessen waren die Bemühungen der Vereinsleitung, eine eigene Sportstätte zur Ausübung des Sportes zu bekommen, sehr groß. Man dachte an die ehemalige Obstversteigerungshalle der Raiffeisenbank Bubenheim. Im Dezember 1979 war der Schriftführer Wilfried Kaulich in der glücklichen Lage zu verkünden, dass die Raiffeisenbank  – mit tatkräftiger Unterstützung des Ortsvorstehers Josef Etringer und dem 1. Vorsitzenden A. Thomas– dem SV Bubenheim die Halle zur sportlichen Nutzung für die Dauer von vorläufig fünf Jahren überlässt. Nun wurden viele Helfer bei der Renovierung gebraucht. Die etwa 10x15 m große Halle musste durch größere Umbau- und Erweiterungsbauten in eine Gymnastikhalle umgestaltet werden. Das Dach wurde abgedichtet und von innen isoliert, Tore und Türen wandgleich verkleidet, der Betonfußboden mit Kunststoff ausgelegt, die Fenster bruchsicher verglast, eine Elektroheizung erstmals installiert, ebenso die Beleuchtung sowie das ehemalige kleine Büro als Umkleideraum umfunktioniert. Die Toilette war nur von Aussen zu erreichen und im Winter nicht zu benutzen. Aber Hauptsache, der Sportverein hatte seine Sporthalle, in der neben der Gymnastik auch noch Tischtennis gespielt werden sollte. Nach 935 Arbeitsstunden Eigenleistung wurde die ehemalige Obsthalle am 17.05.1980 mit großem Programm ihrer neuen Bestimmung übergeben.

In der Folge wurden einige Turngeräte angeschafft; gestartet wurde der Sportbetrieb mit zwei Sprungkästen und einem Barren, die Geschenke benachbarter Vereine waren. Die Zahl der aktiven Mitglieder stieg und somit auch die der Übungsleiter. Das Kinderturnen im besonderen hatte seit dem 08.05.1980 unter der Leitung von Monica Benner eine starke Entwicklung. Ferner betreut sie bis heute eine weitere Gruppe, eine Gymnastikgruppe für Frauen, deren Entstehung ebenfalls in diese Zeit fällt. Die Gründung einer Tischtennisabteilung erfolgte am 24.04.1980. Am 01.05.1981 war die Premiere des „Lauf Treffs“. Nach dem Motto „Laufen ohne zu schnaufen“ trafen sich etwa 70 Teilnehmer an der Sporthalle um anschließend etwa 5 Kilometer laufend mit Gehpausen in der Bubenheimer Gemarkung zurückzulegen. Aus dieser Bewegung heraus bildete sich später eine Trimm-Trab-Veranstaltung immer in der ersten Maiwoche eines jeden Jahres. Auch dem in dieser Zeit aufkommenden „Aerobic-Fieber“ wurde entsprochen. Die Gruppe der Jazz-Gymnastik für Frauen nahm Aerobic in ihr Programm auf. Zeitweise wurde auch Judo angeboten. Am 21.10.1985 fand die erste Übungsstunde „Gymnastik für Er und Sie“ statt. Am 10.04.1987 wurde die Leistungskunstturngruppe für Mädchen ins Leben gerufen, die lange vom Ehepaar Benner betreut wurde, heute durch Monica Benner und Tochter Esther.

Neben diesen sportlichen Aktivitäten beteiligte sich der SV Bubenheim an zahlreichen gesellschaftlichen Veranstaltungen im Ort, oder er organisierte sie auch. Darunter fallen Karnevalsfeiern, Tanz in den Mai oder viele Sport- und Spielfeste. Einen bis heute noch großen Zuspruch durch die Bubenheimer, insbesondere durch die Kinder, erfährt die Nikolausfeier des Vereins. Die erste fand am 02.12.1979 statt und soweit die Erinnerung zurückreicht, war mit wenigen Unterbrechungen unser Nikolaus von „Wolke Sieben“ immer unser lieber Claus Hünermann.

Mitte 1985 stand die Verlängerung der Überlassung der Halle durch die Raiffeisenbank an. Während den Verhandlungsgesprächen erfuhr der Vorstand von dem Beschluss der Raiffeisenkasse, das Grundstück samt Halle der Stadt Koblenz zum Verkauf anzubieten. Mit Kaufvertrag vom 19.11.1985 ging schließlich das 1.370 qm große Grundstück in das Eigentum der Stadt über.

Fortan waren die Bemühungen des Vereins sehr groß, die Stadt für einen kompletten Umbau der Sporthalle zu gewinnen. Probleme mit der Heizung, schlechte Isolierung bei den Eingangstüren, häufig auftretende Bodenfeuchtigkeit, fehlende Duschen; schwache Beleuchtung und vor allen Dingen die in der Turnhalle abgestellten Geräte behinderten den Sportbetrieb mittlerweile heftig; wie gesagt, im Winter ruhte er ganz. Durch zahlreiche Unterschriftsaktionen drängte der Verein auf eine schnelle Lösung des Problems. Rege Diskussionen über die Höhe der Baukosten fanden statt; Rückzieher des Landes bei der finanziellen Beteiligung ließen den Plan fast scheitern, bis dann endlich doch am 26.10.1988 der Bauschein mit der Nummer 2669/88 ausgestellt wurde.

Nach zügig durchgeführten Bauarbeiten (350 Stunden Eigenleistung) konnte die neue Sporthalle am 23.03.1990 eingeweiht werden. Die deutschen Taek-Won-Do-Meister und die Leistungsgruppe der Turnmädchen des SVB überprüften bei dieser Feier die Halle gleich auf ihre Funktionstüchtigkeit.

Während der Umbauphase wurden die Übungsstunden für die Abteilungen nach Metternich (Pollenfeld und Oberdorf), nach Rübenach (Turnhalle Grundschule) und in den Bubenheimer Kindergarten ausgelagert. Die neue Halle brachte nun neuen Aufschwung in das Sportleben der Bubenheimer. Mit vielen neuen Sportgeräten, die nun zur Verfügung standen, belebte sich die Zahl der Aktiven merklich; die Mitgliederzahl des Vereins stieg sprungartig auf 323. Mutter und Kind Turnen sowie eine Basketballgruppe für Jugendliche entstanden. Aus der Gymnastikgruppe „Sie und Er“ entwickelten sich mittlerweile zwei geschlechtlich getrennte Gruppen, eine Herren- und eine Damengymnastikgruppe. Ab dem 09.01.1990 konnte Teak-Won-Do-Sport ausgeübt werden; ab 07.03.1990 gab es eine Gruppe für Wirbelsäulengymnastik. Mit neuen Platten nahm auch die Tischtennisabteilung ihren Betrieb wieder auf. Ab dem 01.03.1991 bildete sich eine Gruppe des Tanzsportes Rock’n Roll. Mitgliedschaften des Vereins beim DTB Rheinland und TTV Rheinland wurden beantragt. In den Folgejahren erfuhren die Leistungsruppe der Mädchen im Kunstturnen und die Tischtennisgruppen für Kinder und Jugendliche beträchtlichen Zuwachs. Unter den Fittichen der Übungsleiter (Kunstturnen: Fam. Benner; Tischtennis: Albert Kretzer und Friedhelm Haas) stellten sich viele Erfolge bei Titelkämpfen im Einzel- und in Mannschaftswettbewerben ein. Auch für die Senioren gab es ein Tischtennisangebot. Lange spielten Mannschaften des SVB - und später in einer Spielgemeinschaft mit Rübenach - bei Verbandsspielen und danach in Freizeitstaffeln des Tischtennisverbandes Rheinland mit.

Seit dem Januar 1998 können Mitglieder des Vereins unter Leitung der Tanzschule Just einmal im Monat jeden dritten Samstag ihr Tanzbein schwingen und ihre Technik verbessern. Am 19.03 1999 wurde eine Walking-Gruppe gegründet. Auch die Männer der freiwilligen Feuerwehr Bubenheim nutzen die Gelegenheit, ihre körperliche Fitness in wöchentlichen Übungsstunden in der Sporthalle zu ertüchtigen. Jüngste Gruppe des Vereins ist seit dem 10.04.2002 das „Allgemeine Kinderturnen“.

Termine 2019

    

 

 

15.12.2019:

Nikolausfeier